Der Lebensgarten
Um Haus und Scheune des Wunderhofs gruppiert sich eine Gartenanlage, die symbolhaft die Lebensabschnitte eines Menschen darstellt. Sie geben dem, der sie begeht, die Möglichkeit Stationen seines bisherigen Lebens wieder zu entdecken und zukünftige Wege zu erahnen.
Er ist die Basis für die meisten unserer Angebote in den Bereichen Kunst und Nachhaltigkeit, aber auch für Teamtrainings und Coachings.
Der Beginn
Wir beginnen unseren Rundgang im Hof bei einem keltischen Heilerkreuz, das auf den Boden gelegt ist. Das keltische Heilerkreuz ist ein uraltes Symbol, das man in verschiedenen Variationen auch in anderen Kulturen findet, so etwa im indischen Mandala oder im indianischen Medizinrad. Es besteht aus einem Kreuz, das die Ausbreitung in Raum und Zeit darstellt, und einem Kreis, der für den ewigen Kreislauf des Lebens steht. Zusammengehalten wird beides von der Mitte, von der alles ausgeht und zu der alles zurückgeht.
Das Elfenhaus
Wir steigen eine kleine Anhöhe hinunter und befinden uns vor dem Elfenhaus. Es ist Symbol für den Körper, unser Lebenshaus, das wir bewohnen. In der Mitte steht der Brunnen des Lebens. Von ihm gehen vier Wege in die vier Himmelsrichtungen und zeigen uns die Möglichkeiten, die wir im Laufe unseres Lebens haben. Jeder Weg ist richtig, denn jeder Weg führt zurück zum Ausgangspunkt. Der Brunnen und die vier Himmelsrichtungen finden sich wieder im Symbol des Wunderhofs, dem keltischen Heilerkreuz.
Die Kindheit - Der Gemüsegarten
Verlassen wir das Elfenhaus sehen wir vor uns den ersten Garten, den Gemüsegarten. Hier finden wir die Nahrung, die wir für unser körperliches Wachstum brauchen: Obst und Gemüse, Kräuter und Beeren. Dass Teile dieses Gartens wild belassen werden, hat seinen Sinn: in der Kindheit ist vieles wild und ungeordnet. Der Blick auf die nächsten Gartenabschnitte ist verdeckt, für das Kind ist sein Lebensweg noch nicht sichtbar.
Die Blütezeit - Der Blumengarten
Von der Kindheit steigen wir hinauf zum nächsten Gartenabschnitt, dem Blumengarten. Der Aufstieg ist steil und der Weg gesäumt von Brennesseln und Disteln. Die Zeit der Jugendreife ist die erste Hürde, die wir nehmen müssen, um im Leben voranzukommen. Durch einen Rosenbogen, der die erste Liebe symbolisiert, gelangen wir in die Zeit der Blüte. Diese zweite Phase in unserem Leben ist prall gefüllt: Freunde, Beruf, Familie machen unser Leben reich, auch wenn manche der Blumen Dornen haben. Von hier können wir auch ins Cafe gelangen, einem Ort, an dem man Feste feiern und gemütlich beieinander sitzen kann. Wenn dieser Abschnitt zu Ende geht, durchschreitet man das nächste Tor, das mit wildem Wein und Efeu berankt ist.
Das mittlere Alter - Der Feengarten
Der dritte Lebensabschnitt beginnt, wenn die ersten Lebensziele erreicht sind, die Kinder aus dem Haus gehen, und wir nach dem tieferen Grund unseres Lebens zu fragen beginnen. Wir suchen nach den Wurzeln und uns wird bewusst, dass das Schicksal oft verschlungene Wege geht, die unseren Wünschen scheinbar zuwiderlaufen. In diesem Garten fehlt die üppige Fülle, die Pflanzen sind unscheinbar, wenige tragen Blüten. Aber hier steht der „Wunschbrunnen“. In diesem Abschnitt dürfen wir noch einmal einen Wunsch äußern. Der Wind, der hier beständig weht, nimmt die gesprochenen Wünsche mit und trägt sie dorthin, wo sie sein sollen. Das Tor zum letzten Lebensabschnitt wird bewacht von zwei Eiben, die heiligen Bäume der keltischen Druiden. Sie symbolisieren den bevorstehenden Tod, der am Ende dieses Abschnittes auf den Besucher wartet.
Der Lebensabend - Der keltische Garten
Hier in diesem stillen, zum Teil verwilderten Garten finden wir die Ruhe und die Gelassenheit, die das Alter mit sich bringt. Alles darf sein wie es ist, wir müssen nichts mehr tun, dürfen auf unser Leben zurückblicken und den Dingen einfach ihren Lauf lassen. Im keltischen Garten steht das Wahrzeichen des Wunderhofs, die Linde. Dieser alte Baum zeigt, wie das Leben sich immer wieder selbst erneuert. 1985 wurde der damals ca. 250 Jahre alte Baum vom Blitz getroffen und stürzte um. Aus den mächtigen Resten des abgebrochenen Stammes ist seitdem ein vielstämmiger neuer Baum gewachsen, der bereits eine stattliche Höhe erreicht hat. Ein Hinweis an die Besucher, dass das Alte dem neuen Platz macht und so das Leben sich selbst erneuert. Die beiden Alten - Mann und Frau aus einem Stamm- stehen für die Weisheit des Alters. Der Schönungsteich in dem das Abwasser des Hauses noch einmal geklärt wird, ist die letzte Station auf unserem Rundgang durch die Lebensabschnitte.
Der Übergang
Durch eine enge Pforte - die Metamorphose - verlassen wir den letzten Garten und begeben uns auf einem schmalen dunklen Pfad durch eine Buschgruppe. Eine kurze Strecke gehen wir durch Zeit der Trauer, bevor wir abbiegen zu unserem nächsten Ziel. Wie alles andere ist diese Zeit wichtig und notwendig um mit dem was bisher war, abzuschließen. Auf dem Weg durch die Wiese wird es nun hell, und der Blick über das Tal wird weit. Große Zusammenhänge werden sichtbar, was in den durch eine Hecke eingezäunten Lebensabschnitten nicht möglich war. Wir haben Zeit, das bisher Erlebte noch einmal an uns vor beiziehen zu lassen. Am Ende des Weges betreten wir einen Steinkreis, wie ihn auch viele Megalithkulturen kannten.
Der Steinkreis
Der Kreis war den Kelten besonders heilig, weil er den Zyklus der ewigen Wiedergeburt symbolisiert. Im Kreis gibt es keinen Ersten und keinen Letzten, jeder hat im Kreis den gleichen Platz. Der Steinkreis wird von 9 Steinen begrenzt und hat 9m im Durchmesser. Die Neun ist die Zahl, die man mit jeder beliebigen Zahl multiplizieren kann und bei der man als Quersumme des Ergebnisses immer die Neun erhält. In vielen Kulturen ist sie eine Heilige Zahl, weil sie alle Zahlen in sich aufnehmen kann und trotzdem immer wieder zu sich selbst zurückgelangt. In der Mitte des Kreises befindet sich, wie am Anfang unseres Rundgangs, das Symbol des Wunderhofs, das keltische Heilerkreuz. Hier im Steinkreis nimmt das Neue wieder seinen Anfang. Bereichert mit den Erfahrungen aus dem bisher Erlebten gehen wir zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Der Aufgang
Auf dem Weg dorthin passieren wir eine gelbe Stele. Auf ihr ist in geometrischen Symbolen das Zukünftige angekündigt. Wer weitergeht, erlebt ein neues Leben, in dem man die Möglichkeit hat vieles zu verändern und neu zu gestalten.
Der Obstgarten
Im Obstgarten ist Zeit sich auf das Kommende vorzubereiten. Hier kann man noch einmal ausruhen und Kraft schöpfen, bis die Zeit kommt, wieder ins Leben zu gehen.
Die Mitte - Das Haus
Das Haus ist der Mittelpunkt des Anwesens. Hier haben wir unseren Rundgang begonnen und hierher kehren wir nun, mit all dem, was wir erlebt haben, zurück.